Hobbys und Interessen im Lebenslauf

Im Lebenslauf findet man unter anderem den Bereich für Hobbys und Interessen. Viele Bewerber fragen sich zurecht, ob man im Lebenslauf überhaupt seine Hobbys bzw. Interessen erwähnen sollte und wenn ja, welche. Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in diesem Artikel.

Malen, zeichnen

Ist die Angabe von Hobbys und Interessen im Lebenslauf überhaupt Pflicht?

Zuerst einmal sollte geklärt werden, dass die Angabe der eigenen Hobbys im Lebenslauf keine Pflichtangabe ist. Fakt ist, die Angabe von Hobbys kann sogar negative Wirkung entfalten, wenn man die falschen Hobbys angibt.

Tipp Die Schreibweise „Hobbies“ ist falsch, auch wenn dies die offizielle Schreibweise bei der englischen Sprache ist. In der deutschen Sprache ist die Schreibweise „Hobbys“ richtig und sollte auch im Lebenslauf so geschrieben werden.

Experten raten, im Lebenslauf nur dann Angaben zu den Hobbys zu machen, wenn diese interessant für den Arbeitgeber sind oder etwas ganz besonderes sind. Ob man Bücher in seiner Freizeit liest, kocht oder Modellflugzeuge baut, interessiert den Arbeitgeber nicht wirklich.

Die Angaben zu seinen Hobbys und Interessen sollten in das Stellenprofil passen, nur dann lohnt es sich, diese im Lebenslauf zu erwähnen. Sind diese hingegen irrelevant für die ausgeschriebene Stelle, sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen, diese Angaben auszulassen.

Wann die Angabe der Hobbys und Interessen im Lebenslauf vorteilhaft sein kann

Bewirbt man sich zum Beispiel bei einer Firma, bei der man unter anderem beruflich die Welt bereisen soll, um die Firma im Ausland zu vertreten und schreibt man in seinem Lebenslauf, dass man in seiner Freizeit gerne Weltreisen macht, ist in diesem Fall die Angabe seiner Interessen sogar sehr positiv für die Bewerbung.

Ebenso kann man gerne unter Hobbys seine Leidenschaft zum Kochen preisgeben, wenn man sich als Koch bei einem Restaurant bewirbt. Solange sich die Hobbys und Interessen direkt mit dem Stellenangebot verbinden lassen, kann es sehr vorteilhaft sein, diese im Lebenslauf zu erwähnen.

Man sollte aber wirklich gut überlegen, ob man die folgenden Hobbys und Interessen bei seinem Lebenslauf auflistet:

  • Lesen
  • Schreiben
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Kochen
  • Malen

Das sind ganz normale, langweilige Freizeitbeschäftigungen, zumindest aus der Sicht des Arbeitgebers, die in den meisten Bewerbungen genannt werden, nur um „irgendetwas“ unter Hobbys und Interessen stehen zu haben. Man wird mit solchen Angaben gewiss keine Pluspunkte sammeln können.

Auf der anderen Seite, könnte man dort auch ungewöhnliche Hobbys nennen, oder spezifische Interessen aufführen, die sogar eine positive Wirkung auf die Bewerbung haben können:

  • Programmieren
  • Photoshop
  • CAD-Zeichnen
  • Romane schreiben
  • Bodybuilding
  • Fitness
  • Joggen

Wenn man spezifische Interessen in seinem Lebenslauf nennen kann, umso besser. Wenn man sich gesund ernährt und sich aktiv um seine Fitness bemüht, wäre eine solche Erwägung sogar sehr empfehlenswert!

Tipp Man kann seine besten Kenntnisse und Hobbys auch mal kurz im Anschrieben erwähnen, wenn diese wirklich relevant sind, dort ist ein guter Platz, um seine Qualifikation für eine Stelle anzumerken.

Es ist bekannt, dass Menschen, die sich mit Fitness und gesunder Ernährung beschäftigen, geistig und körperlich gesünder sind und damit auch im Job mit Belastungen und Stress besser umgehen können. Auch der Arbeitgeber sollte dabei klar seine Vorteile erkennen können.

Fazit

Auch wenn Hobbys und Interessen keine Pflichtangabe im Lebenslauf darstellen, kann es im Grunde kaum schaden, diese kurz zu erwähnen, um seine Bewerbung vollständiger zu machen. Doch wirklich sinnvoll ist diese Angabe erst dann, wenn sie relevant zum jeweiligen Stellenangebot sind.

Man sollte außerdem nicht vernachlässigen, dass der Lebenslauf die Person hinter der Bewerbung zeigen soll. Dabei ist es für jeden Personaler recht interessant zu erfahren, was der Bewerber in seiner Freizeit so macht.

Schließlich kann man anhand der Hobbys und Interessen auch etwas über den Charakter einer Person herausfinden. Dies ist aus der Arbeitgebersicht ebenfalls nützlich, wenn man eine freie Stelle gut besetzen will.

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