Perfekte Bewerbung schreiben – Schritt für Schritt zu Ihrer perfekten Bewerbung

Sie möchten eine perfekte Bewerbung schreiben und nicht nur das Interesse des Personalchefs für sich gewinnen, sondern diesen auch begeistern? Dieser Artikel wird Ihnen einen tieferen Einblick gewähren, worauf Personaler achten, wenn sie eine Bewerbung bearbeiten und was Sie sonst noch berücksichtigen sollten, wenn Sie sich erfolgreich bewerben möchten.


Kann man wirklich eine „perfekte Bewerbung schreiben“?

Eine perfekte Bewerbung ist nicht perfekt, weil diese durch 8 Stunden Schwerstarbeit erstellt wurde, sondern weil diese den Bewerber letztlich zum Erfolg führt. Beim Schreiben einer Bewerbung machen viele Bewerber den Fehler, dass sie sich zu sehr mit den unwichtigen Dingen beschäftigen und den kritischen Dingen, die den eigentlichen Erfolg einer Bewerbung ausmachen, fast oder gar keine Beachtung schenken.

Perfekte Bewerbung schreiben

Bei einer perfekten Bewerbung weiß man ganz genau, was man schreibt und warum man es schreibt. Und genau hier kommt einer der größten Fehler zum Vorschein: Viele Bewerber denken, mit viel Text und Standardformulierungen nicht falsch liegen zu können ... falscher kann man nicht liegen!

Je anspruchsvoller eine Stelle ist, desto kreativer, sorgfältiger und einzigartiger muss man seine Bewerbung erstellen. Und vergessen Sie die ganzen Muster-Anschreiben oder Lebensläufe, diese sollten keinesfalls 1 : 1 verwendet werden, um eine eigene Bewerbung zu erstellen, sondern dienen höchstens als Wegweiser.

Die perfekte Bewerbung ist in jedem Fall einzigartig, mit größter Sorgfalt erstellt und zeigt, dass der Bewerber kreativ war. Ist eine Bewerbung hingegen eine wie Millionen andere Bewerbungen, ist diese ein Fall für den Papierkorb.

Sie werden in diesem Artikel weiter unten erfahren, was eine gute Bewerbung ausmacht und welche Fehler Sie nicht machen sollten, um eine möglichst perfekte Bewerbung schreiben zu können.

Zuerst einmal lassen Sie uns mit den Grundlagen beginnen ...

Welche Dokumente sollte eine perfekte Bewerbung umfassen?

Bei Bewerbungen hat sich eine bestimmte Struktur bzw. Aufbau bewährt. Eine Bewerbung enthält alle erforderlichen Dokumente, die nicht nur einen ausreichend tiefen Einblick zur Person hinter einer Bewerbung gewähren, sondern auch um herausfinden zu können, ob ein Kandidat in das Stellenprofil passt.

Der Umfang einer perfekten Bewerbung ist standardisiert, hierbei kann man im Grunde nichts falsch machen, solange man das tut, was alle tun. Wichtiger wird es, wenn man sich mit dem eigentlichen Inhalt einer Bewerbung beschäftigt – denn genau hier steckt das volle Potenzial einer guten Bewerbung und der größte Wirkungshebel eines jeden Bewerbers!

Das Bewerbungsanschreiben

Das Bewerbungsanschreiben ist – ohne zu übertreiben – das wichtigste Dokument Ihrer Bewerbung. Es ist schließlich das erste Dokument, das der Personaler in den Händen halten wird, wenn Ihre Bewerbung am Ziel ankommt. Der Inhalt des Bewerbungsschreibens ist von höchster Wichtigkeit und sollte sehr sorgfältig erstellt werden.

Diesem Schreiben kann der Personaler bereits die wichtigsten Details über Sie entnehmen, um entscheiden zu können, ob Sie einer der heißen Kandidaten sind oder nicht. Schaffen Sie es nicht, mit Ihrem Anschreiben zu überzeugen, landet Ihre Bewerbung auf dem Wartestapel, wo diese wahrscheinlich auch bleiben wird, bis sie entsorgt oder zusammen mit einem tröstenden Ablehnungsschreiben an Sie zurückgeschickt wird.

In einem guten Anschreiben müssen Sie den Personaler in jedem Fall davon überzeugen, dass Sie sich mit Ihren bevorstehenden Pflichten als Teil des Unternehmens bestens auskennen und dass Sie nicht nur viel Motivation, sondern auch die benötigten Qualifikationen mitbringen und in das Stellenprofil passen.

Wie ein perfektes Bewerbungsanschreiben inhaltlich aufgebaut sein sollte, das können Sie in diesem ausführlichen Artikel nachlesen.

Der tabellarische Lebenslauf

Wenn es die Stellenbeschreibung nicht anders sagt, wird der Lebenslauf in tabellarischer Form erstellt, alternativ wird der Lebenslauf ausformuliert abgeliefert. Der Lebenslauf besteht aus mehreren Einzelbereichen, wobei in jedem dieser Bereiche einige Schwerpunktangaben gemacht werden müssen.

Der Lebenslauf fasst die persönlichen Daten des Bewerbers zusammen, gibt detaillierte Einblicke in die Arbeits- und Bildungslaufbahn und offenbart die Interessen des Bewerbers.

Neuerdings wird der Lebenslauf „antichronologisch“ aufgebaut, das heißt, dass in der Arbeits- oder Bildungslaubahn in einer umgekehrten Reihenfolge die Auflistung erfolgt, also Gegenwart – Vergangenheit anstatt Vergangenheit – Gegenwart. Dies ist laut einiger Studien die bevorzugte Variante bei Personalern, um eine bessere Übersicht zu schaffen.

Obwohl man es kaum vermutet, kann man auch bei dem Lebenslauf eine Menge falsch machen. Lesen Sie in diesem separaten Artikel, worauf Sie achten sollten, um einen guten Lebenslauf für ihre Bewerbungsunterlagen zu erstellen.

Nachweise und Zeugnisse (Anlagen)

In der Bewerbung kann man mit noch so vielen Qualifikationen protzen, kann man dies jedoch nicht mit beglaubigten Zeugnissen oder Nachweisen als Anlage belegen, bleibt alles nur behauptet. Aus diesem Grund versuchen viele Bewerber jede noch so relevante Anlage in die Bewerbungsmappe zu packen, mit der Hoffnung, viel hilft viel.

Wichtig ist, dass man nicht möglichst „viele“ Anlagen, sondern weniger dafür aber „relevante“ beilegen sollte. Man muss sich fragen, welche der Anlagen wirklich relevant für die jeweilige Stelle sind. Ist eine Relevanz tatsächlich erkennbar, ist es schlau, das jeweilige Dokument der Bewerbung beizulegen, andernfalls sollte man ernsthaft darüber nachdenken, einige Anlagen auszusortieren.

Der Personaler hat oft nicht die Zeit, die relevanten Dokumente von den irrelevanten zu trennen. Das zeigt bereits, dass der Bewerber keine sorgfältige Auswahl getroffen hat und womöglich alles in die Bewerbungsmappe gepackt hat, was in greifbarer Näher lag, mit dem leichtsinnigen Gedanken, etwas davon wird schon passen – was in jedem Fall schlechte Praxis ist.

Das Deckblatt (optional)

Der Trend bei Bewerbungen zeigt, dass immer häufiger ein Deckblatt der Bewerbungsmappe beigelegt wird, um das Ganze „abzurunden“. Diese Beigabe ist optional, kann aber bei bestimmten Stellenangeboten durchaus Vorteile bringen, zum Beispiel bei Beschäftigungen, die kreatives Arbeiten voraussetzen.

Man sollte jedoch auf das Deckblatt in jedem Fall verzichten, wenn man sich selbst nicht als kreativ bezeichnet und auch nicht vorhat, Geld auszugeben, um von einem Designer, für sich ein professionelles Deckblatt erstellen zu lassen.

Einige Tipps zum Aufbau des Deckblattes: Das Deckblatt enthält den Betreff aus dem Anschreiben: „Bewerbung um/als ...“, den vollständigen Namen und die Adresse des Bewerbers samt Kontaktmöglichkeiten und zusätzlich ein größeres Foto.

Welche Fehler bei einer perfekten Bewerbung nicht gemacht werden sollten

Es werden immer wieder dieselben Fehler bei Bewerbungen gemacht. Die einen Fehler sind nicht so schlimm, andere hingegen können der Hauptgrund für eine Ablehnung sein.

Jobsuche Bewerbung und Analyse

Lassen Sie uns die häufigsten und kritischen Fehler einmal unter die Lupe nehmen:

  • Die Benutzung von Muster-Vorlagen – Sie möchten sich Zeit und Arbeit sparen und auf eines der vielen Musterschreiben zurückgreifen, die im Internet angeboten werden? Jeder Personaler kennt die Muster-Vorlagen in- und auswendig! Was denken Sie, wie schnell eine solche Bewerbung im Papierkorb landet? Ihre Bewerbung muss individuell und einzigartig sein, alles andere wird Sie nicht weiter bringen.
  • Zu versuchen, in allem gut zu sein – viele Bewerber versuchen, möglichst viele Fähigkeiten und Qualifikationen in der Bewerbung zu nennen und vernachlässigen dabei, ihre wirklichen Stärken in den Vordergrund zu stellen. Besser ist es, wenn man gezielt seine größten Stärken aufzeigen kann und beispielhaft vorführt, was man drauf hat – im Hauptteil des Bewerbungsanschreibens (nach der Einleitung) ist hierfür der beste Platz.
  • Sich von der Masse nicht abheben zu können – das ist etwas, was essenziell für den Erfolg einer Bewerbung ist – zu zeigen, dass man anders ist! Während 90 % aller Bewerbungen nahezu identisch sind, schaffen es andere 10 % sich von der Masse abzuheben. Was denken Sie, wer die größeren Chancen auf Erfolg hat? Natürlich diejenigen, die verstanden haben, dass eine Bewerbung kein einfacher Vorstellungsbrief ist, sondern bereits die erste Bewährungsprobe.
  • Über den Arbeitgeber nicht richtig informiert zu sein – so viele Bewerber wissen nicht einmal die elementarsten Dinge über den potenziellen Arbeitgeber. Problematisch wird es, wenn man im Anschreiben beispielhaft zu verdeutlichen versucht, welchen Nutzen man dem Unternehmen bringen kann, dies jedoch wegen fehlender Information nicht gelingt.
  • Hauptsache die Seiten voll kriegen – der Königsfehler vieler Bewerbungen ist, dass die Kandidaten versuchen, vorrangig die Leerstellen zu füllen, ohne sich darauf zu fokussieren, was an der jeweiligen Stelle am wirkungsvollsten wäre, um die Bewerbung zielführend auszurichten. Bei dem Schreiben einer perfekten Bewerbung geht es nicht darum, die Seiten voll zu kriegen, sondern eher darum, die richtigen Informationen kompakt und übersichtlich zusammenzustellen.

Die besten Tipps für mehr Erfolg beim Bewerben

Wenn Sie eine perfekte Bewerbung schreiben möchten, dann müssen Sie vor allem darauf achten, dass Sie sich keine Fehler bei den wichtigsten Teilen Ihrer Bewerbung erlauben. Eben diese wenigen Teile sind maßgeblich dafür verantwortlich, ob Ihre Bewerbung zu einem Vorstellungsgespräch führt oder über das Ziel hinausschießt.

Lassen Sie uns zuerst die einzelnen Teile eines Bewerbungsanschreibens unter die Lupe nehmen:

Das Anschreiben einer perfekten Bewerbung

Bewerbungsanschreiben Muster

  1. Der Briefkopf – der erste Bereich sollte klar sein. Hier kann man fast nichts falsch machen, solange man alle Angaben richtig macht und das Datum immer aktualisiert.
  2. Der Betreff – auch bei dem Betreff kann man kaum etwas falsch machen. Hier sagt man in aller Kürze, worum es überhaupt geht. „Bewerbung als …“, „Ausbildung zum ...“ und so weiter.
  3. Die Ansprache – bei der Ansprache müssen Sie einen Ansprechpartner nennen. Wenn Sie keinen Ansprechpartner haben, dann müssen Sie diesen durch eigene Recherchen herausfinden. Wer nicht einmal in der Lage ist, den Namen des Personalers einer Firma/Abteilung herauszufinden, zeigt wenig initiatives Handeln ... das ist nicht gut.
  4. Die Einleitung – in der Einleitung schreiben Sie als erstes, wie Sie auf die Stelle aufmerksam gekommen sind. Weiter sollten Sie bereits in der Einleitung klar machen, was Sie an der Stelle so sehr interessiert. Was ist das Hauptmotiv, warum Sie die Bewerbung schreiben?
  5. Der Hauptteil – hier fangen Sie bereits an, beispielhaft aufzuzeigen, warum Sie in das Stellenprofil passen. Persönliche Erfahrungen und Erfolge bezogen auf die Beschäftigung, haben hier einen sehr guten Platz. Weiter sollten Sie in diesem Teil konkrete Vorschläge machen, wie Sie für das Unternehmen nützlich sein können.
  6. Der Abschluss – der Abschluss schließt den Hauptteil ab und muss Ihr Interesse an der Stelle bekräftigen. Zeigen Sie an dieser Stelle, dass Sie bereit sind, die Initiative zu ergreifen, um zum Teil der Firma zu werden.
  7. Die Unterschrift – ist der Hauptteil des Anschreibens abgeschlossen, folgt eine Grußzeile und Ihre Unterschrift. Die Unterschrift wird erst nach dem Ausdrucken des Schreibens gesetzt.
  8. Die Anlagen – unter Anlagen müssen alle Zeugnisse und Nachweise aufgelistet werden, die der Bewerbungsmappe beigelegt werden. Achten Sie darauf, dass Sie nur die relevanten Unterlagen als Anlage beilegen.

Wie Sie sehen, ist der Aufbau des Anschreibens kein großes Thema, wenn man den Inhalt in einzelne Segmente unterteilt und für jedes Segment ein eigenes Ziel festlegt.

Und wie sieht es aus bei dem Lebenslauf?

Ein guter Lebenslauf für unsere perfekte Bewerbung

Auch der Lebenslauf wird in verschiedene Bereiche aufgeteilt, wie Sie auf der nachfolgenden Grafik gut sehen können:

Tabellarischer Lebenslauf Muster

  1. Persönliche Daten – hier machen Sie einige Angaben zu Ihrer Person. Außerdem wird in diesem Bereich zusätzlich ein professionell erstelltes Foto gesetzt.
  2. Arbeitserfahrungen – in diesem Teil kann man seinen bisherigen beruflichen Werdegang präsentieren, wobei zu beachten gilt, dass Sie die Reihenfolge Gegenwart – Vergangenheit einhalten. Es sollten in diesem Teil die wichtigsten Tätigkeiten genannt sein, für die Sie während einer Beschäftigung eingesetzt wurden. Außerdem muss der Name des Unternehmens samt Ortsangabe, durch ein Komma getrennt, angegeben sein sowie darf die berufliche Bezeichnung (Jobtitel) nicht fehlen.
  3. Bildung – im dritten Teil werden Ihre bisherigen Bildungsmaßnahmen – ebenfalls antichronologisch aufgebaut – aufgelistet. Ähnlich wie bei den Arbeitserfahrungen, müssen auch hier die einzelnen Schwerpunkte der jeweiligen Bildungsmaßnahme aufgezählt werden.
  4. Fähigkeiten und Kenntnisse – der letzte Teil umfasst Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse. Nur die stellenrelevanten Fähigkeiten und Kenntnisse sollten hier genannt werden. Ebenso sollten Sie versuchen, auch besondere Kenntnisse oder Interessen in diesem Teil unterzubringen, denn diese helfen Ihnen ebenfalls, sich von den Mitbewerbern zu unterscheiden.

Bei dem Lebenslauf gilt zu beachten, dass möglichst keine großen Lücken bei Arbeits- und Bildungsmaßnahmen zu finden sind. Es ist besser, offen und ehrlich zuzugeben, dass man für eine bestimmte Zeit lang Kellnerjobs oder Aushilfsjobs gemacht hat, als eine große Lücke zu haben. Ehrlichkeit hilft, Ihre Bewerbung authentischer zu machen.

Des Weiteren sollten Sie bei den Bildungsmaßnahmen nicht zu tief in die Vergangenheit reisen. Es reicht, wenn Sie bis zur Ausbildung oder dem Studium gehen, die normale Schule oder die Kindergartenzeit verschwenden nur wertvollen Platz, wenn Sie bereits Berufserfahrungen haben, und schaden zusätzlich der Übersichtlichkeit.

Falschangaben – ein Wort der Warnung

Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Falschangaben in Ihrem Lebenslauf zu machen. Dies wird nur in den seltensten Fällen von Nutzen sein. Spätestens, wenn es zum Vorstellungsgespräch kommt, wird die Wahrheit ans Licht kommen. Peinliche Momente sind schon vorprogrammiert.

Hier finden Sie übrigens die Muster-PDF-Vorlagen für das Anschreiben und den Lebenslauf:

Insider-Tipps: Erfahren Sie, was Personaler in Ihrer Bewerbung lesen möchten

Zum Abschluss dieses Artikels möchten wir Ihnen noch den Tipp geben, sich aktuelle Insider-Informationen zu besorgen, um zu wissen, wie sich die Bewerbungs-Szene entwickelt. Solche Informationen können Sie nur direkt von einem Personalchef bekommen.

Schauen Sie sich das folgende Video an und erfahren Sie, worauf die Personaler bei Bewerbungen wirklich achten, um einen heißen Kandidaten zu finden:

Bewerbung richtig schreiben Video

(Mit diesen Insider-Informationen haben Sie die besten Chancen, eine perfekte Bewerbung zu schreiben und die Konkurrenz deutlich hinter sich zu lassen!)