Tabellarischer Lebenslauf – diese gravierenden Fehler sind zu vermeiden

Ein tabellarischer Lebenslauf ist nach dem Anschreiben das zweitwichtigste Dokument in der Bewerbungsmappe. Umso wichtiger ist, dass man nicht nur weiß, welchen Aufbau der Lebenslauf haben sollte, sondern auch darauf achtet, keine gravierenden Fehler zu machen.

Ein tabellarischer Lebenslauf wird nicht grundlos als die „erste Arbeitsprobe“ bezeichnet. Mit dem Lebenslauf kann der Bewerber nicht nur beweisen, dass er die erforderlichen Qualifikationen mitbringt, sondern auch die richtige Person für die Arbeitsstelle ist.

Lassen Sie uns im Nachfolgenden anschauen, welche teilweise gravierenden Fehler in einem Lebenslauf nichts zu suchen haben und im schlimmsten Fall die komplette Bewerbung ruinieren können.

Upps, die Unterschrift vergessen

Ein häufiger Fehler ist die fehlende Unterschrift im Lebenslauf. Genauso wie beim Bewerbungsanschreiben muss auch beim Lebenslauf ganz unten eine handschriftliche Unterschrift gesetzt werden.

Besonders schlimme Folgen sind zu erwarten, wenn man sich zu einem Bürojob bewirbt, wo es eben auch auf die „Kleinigkeiten“ ankommt. Formfehler dürfen in den Bewerbungsdokumenten generell nicht vorkommen.

Position und Pflichten zu knapp beschrieben

Im Lebenslauf müssen im Berufsteil der Name des Unternehmens, der Standort sowie die dort besetzte Position genannt werden, dies ist jedoch noch zu wenig. Zusätzlich sollte man mit wenigen Sätzen beschreiben, welche Pflichten und Aufgaben man dort zu erfüllen hatte.

Der potenzielle Arbeitgeber will alle Details wissen, womit sich der Bewerber in der Vergangenheit bei seinen Jobs in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn beschäftigt hat. Das kann sogar sehr vorteilhaft für den Bewerber sein, wenn die beiden Unternehmen identische Aufgabenbereiche haben.

Zu langweilige Hobbys

Im Lebenslauf sollten nicht alle Hobbys genannt werden, sondern nur jene, die für den Personaler interessant sind und ihn beeindrucken. Wen interessiert es, wenn man als Hobby rote Autos auf der gegenüberliegenden Fahrbahn zählt, oder mit seinen Freunden Monopoly spielt?

Wäre es nicht besser, wenn man als Hobby die Welt bereist, als freiwilliger Helfer in Afrika tätig ist oder eine freie Software, die Millionen Nutzer hat, in seiner Freizeit entwickelt?

Arbeitslosigkeit und Lücken im Lebenslauf

Solange man nur wenige Monate arbeitslos ist, kann man diese Angabe im Lebenslauf ruhig weglassen. Sollte man bereits mehr als 6 Monate ohne Arbeit sein, muss man dies im Lebenslauf mit einer Begründung angeben.

Man sollte dazu stehen, dass man gerade Probleme hat, einen Job zu finden. Ehrlichkeit bringt fast immer Pluspunkte bei der Bewerbung. Zuviel Ehrlichkeit ist aber wiederum kontraproduktiv.

Man sollte Mut zeigen und dazu stehen, dass man Kellnerjobs gemacht hat, diverse Putzjobs angetreten ist oder mehrere Monate Urlaub gemacht hat, weil man von der Arbeit völlig erschöpft war.

Kein professionelles Foto

Auch wenn das Thema etwas umstritten ist, ob ein Foto im Lebenslauf sein sollte oder nicht, sollten Sie besser ein Foto im Lebenslauf anbringen. Es gehört zu einer Bewerbung einfach dazu, die Person dahinter kennenzulernen.

Eine Bewerbung ist „persönlich“ und „individuell“, daher macht es wenig Sinn, sich hinter der Bewerbung zu verstecken. Schließlich wollen Sie mit der Firma auch zusammenarbeiten und dafür sollte ein Mindestmaß an Vertrauen auf beiden Seiten vorhanden sein.

Ein selbstgemachtes Foto oder „Freizeit-Foto“

Im Lebenslauf wird ein spezielles Foto für Bewerbungen verwendet. Ein solches Foto ist professionell erstellt und hat eine bestimmte Größe, mehr dazu kann bei Wikipedia nachgelesen werden.

Kommen Sie nicht auf die clevere Idee, ein solches Foto bei sich Zuhause mit einem Smartphone zu machen. Es wird sehr wahrscheinlich schiefgehen und Ihre Bewerbung in den Papierkorb befördern.

Geben Sie besser paar Euro aus und lassen Sie hochwertige Fotos von einem Profi machen. Es lohnt sich.

Lebenslauf auf einer Doppelbedruckten-Seite

Ihr Lebenslauf braucht mehr Platz als auf einer einzelnen DIN-A4-Seite vorhanden ist? Dann wird Ihr Lebenslauf eben aus mehreren Seiten bestehen. Achten Sie nur darauf, dass Sie jede Seite nur einmal bedrucken.

Alle Bewerbungsunterlagen werden immer auf separaten Seiten ausgedruckt und niemals doppelseitig bedruckt.

Angaben zum Familienstand oder Kinderwunsch

Den Personalchef hat nicht zu interessieren, ob Sie Kinder haben, und wie viele, ob Sie verheiratet oder ledig sind und ob Sie in den nächsten Monaten sich einen Kinderwunsch erfüllen möchten.

Speziell was den Kinderwunsch betrifft, ist dies bereits ein perfekter Grund, den Bewerber nicht einzustellen, denn frische Mütter sind keine langfristig stabilen Arbeitnehmer und bringen Probleme mit sich, auf die ein Arbeitgeber gerne verzichten würde.

Alles, was nicht relevant für den angestrebten Berufswunsch ist, sollte im Lebenslauf nicht aufgeführt sein. Das betrifft vor allem private Angaben oder Pläne, die nicht mit der Berufskarriere zu tun haben.

Angaben zu den Eltern oder Geschwistern

Ebenso braucht der potenzielle Arbeitgeber nicht zu wissen, wie Ihre Eltern oder Geschwister heißen und was sie beruflich machen. Es wird definitiv negative Folgen haben, wenn man seine Geschwister im Lebenslauf erwähnt, die seit Jahren arbeitslos sind.

Diese irrelevanten Angaben wurden vielleicht irgendwann im Lebenslauf – der Vollständigkeit halber – gemacht, heute interessieren sie jedenfalls niemanden mehr, es sei denn, man kann Bill Gates seinen Vater nennen und möchte sich bei einer großen Software-Firma bewerben.

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