Der Einleitungssatz im Anschreiben: Tipps und gute Beispiele für den ersten Satz

Das Bewerbungsanschreiben ist das wichtigste Dokument in der Bewerbungsmappe. Vor allem bei dem Einleitungssatz im Anschreiben, dem ersten Satz, scheinen viele Bewerber große Startschwierigkeiten zu haben. Wie Sie den ersten Satz optimal beginnen, zeigen Ihnen unter anderem Beispiele in diesem Artikel.

Leeres Blatt

Die Einleitung – aller Anfang ist schwer

Jeder kennt den Spruch, dass aller Anfang schwer sei. Dies lässt sich besonders auf das Anschreiben in der Bewerbung übertragen. Erster Satz im Anschreiben ist für den ersten guten Eindruck verantwortlich und entscheidet maßgeblich über den Erfolg der gesamten Bewerbung.

Bevor wir uns einige Beispiele zum Einleitungssatz anschauen, lassen Sie uns zunächst klären, wozu dieser überhaupt dient. Der Einleitungssatz ist, wie der Name bereits sagt, die Einleitung zum Anschreiben.

Dieser erste Satz kann neugierig machen, den Bearbeiter der Bewerbung richtig abholen, oder eben dafür sorgen, dass die Bewerbung im Papierkorb landet. Gerade deshalb sollte man sich vor allem bei dem Einleitungssatz sehr viel Mühe geben.

Der erste Satz muss mindestens einen der folgenden Zwecke erfüllen:

  • Interesse wecken – schaffen Sie es, mit dem Einleitungssatz Interesse zu wecken, ist das bereits ein guter Anfang, damit Ihre Bewerbung überhaupt gelesen wird.
  • Neugierig machen – schaffen Sie es hingegen, mit dem ersten Satz Neugier zu wecken, bringt es Ihrer Bewerbung umso mehr Pluspunkte.
  • Einzigartig sein – alleine schon, wenn der Einleitungssatz bereits einzigartig und gleichzeitig interessant ist, hat der erste Satz das Ziel bereits erreicht.

Beim Einleitungssatz gilt: seien Sie einzigartig, stechen Sie aus der Maße heraus. Zu viele Bewerbungen bestehen aus bekannten Textblöcken und Floskeln, die jeder kennt, machen Sie das Gegenteil und Ihre Bewerbung wird die verdiente Aufmerksamkeit bekommen.

Finger weg von Floskeln und bekannten Einleitungssätzen

Zwar gibt es im Internet sehr viele Muster und Beispiele für Einleitungssätze, diese bringen aber das Problem mit sich, dass jeder halbwegs erfahrene Personaler diese Sätze in- und auswendig kennt.

Beginnen Sie Ihr Anschrieben gerade mit einem Satz, den der Bearbeiter der Bewerbung bei anderen Bewerbungen häufig liest, verwandelt sich Ihre Bewerbung automatisch in „Massenware“ und wird damit nicht mehr als individuell betrachtet.

In der Regel gilt: je mehr eingestampfte Textblöcke oder Floskel Sie in Ihrer Bewerbung verwenden, desto uninteressanter wird Ihre Bewerbung sein und desto geringer werden Ihre Chancen sein, mit der Bewerbung erfolgreich zu sein.

Karrierebibel.de geht einen Schritt weiter und empfiehlt den Trick, die Perspektive zu wechseln, schauen Sie sich dazu das folgende Video an:

Der Trick funktioniert ganz einfach:

  1. Wechseln Sie zunächst die Perspektive und versetzen Sie sich in die Situation des Personalers, der Ihre Bewerbung liest.
  2. Fragen Sie sich als nächstes, was will diese Person lesen, damit Sie sich perfekt für die Stelle qualifizieren.

Der Perspektivwechsel hat große Vorteile, denn damit können Sie direkt aus einer idealen Perspektive auf Ihre Bewerbung schauen und müssen nur die Antworten geben, die die Person auf der anderen Seite lesen will.

Beispiele für gute und schlechte Einleitungssätze

Jetzt wird es interessant. Welche Einleitungssätze funktionieren und welche nicht? Lassen Sie uns einige Beispiele anschauen:

Schlechte Einstiege im Anschreiben:

  • Hiermit bewerbe ich mich als …
  • Ich habe Ihre Stellenanzeige gelesen …
  • Ich interessiere mich für die Stelle als …
  • Kürzlich habe ich Ihre Stellenanzeige in … gelesen … und ...

Warum sind das schlechte Einstiege im Einstiegssatz?

Ganz einfach: diese sind viel zu üblich, langweilig und selbstverständlich. Zum Beispiel der absolute Klassiker: „Hiermit bewerbe ich mich als...“. Auch ohne diesen Einstieg ist es bereits offensichtlich, dass es sich um eine Bewerbung handelt.

Wieso sollte man an einer so wichtigen Stelle mit etwas so selbstverständlichem beginnen? Damit wäre der Einleitungssatz gescheitert und die Bewerbung würde keine zweite Chance mehr bekommen, den schlechten Ersteindruck wett zu machen.

Optimale Einstige im Anschreiben:

  • Unser Telefonat von der letzten Woche hat mich riesig gefreut, es war sehr interessant für mich, spannende Einblicke in Ihre Arbeitsprozesse zu bekommen, daher bewerbe ich mich …
  • Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit … Als ich kürzlich Ihre Stellenanzeige vom … las, wurde mir klar, dass es etwas für mich ist. Aus diesem Grund halten Sie heute meine Bewerbung in den Händen.
  • Unser Treffen auf der Berufsmesse am … hat mir sehr gut gefallen, es hat mir bestätigt, dass es richtig war, mir Ihre Abkantmaschinen Vorort anzuschauen. Ich interessiere mich für die freie Stelle bei Ihnen für Konstruktionsmechaniker und bewerbe mich hiermit zu dieser besagten Stelle.

Was machen diese Einleitungssätze richtig? Diese sind sehr spezifisch, frisch und anders. Sie unterscheiden sich deutlich von der „Massenware“ und wecken großes Interesse zum Bewerber.

Sie als Bewerber wollen auffallen, Sie wollen anderes sein als die anderen und sie wollen einzigartig sein. Im Bewerbungsanschreiben haben sie genügend Platz, um sich einzigartig und interessant zu zeigen.

Fazit

Wir haben uns in diesem Artikel angeschaut, wozu der Einleitungssatz im Anschreiben dient und wieso dieser eine Satz so wichtig ist, wenn man eine gute Bewerbung abliefern möchte.

Die Beispiele für schlechte und gute Einleitungssätze haben gezeigt, dass der erste Satz im Anschreiben nur dann gut funktioniert, wenn dieser spezifisch, aussagekräftig und informativ ist. Ein optimaler Einleitungssatz weckt Neugier und kann Begeisterung auslösen.

Doch man sollte es nicht übertreiben. Keinesfalls darf man bereits im ersten Satz im Anschreiben überheblich oder zu selbstsicher klingen. Eher sollte man eine große Portion Motivation und Interesse für das Unternehmen und die Arbeitsstelle zeigen.

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