Deckblatt für Bewerbung

Vorteile, Aufbau und Tipps

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Bei der Bewerbung gilt, sich überzeugend zu präsentieren, dazu kann ein perfektes Deckblatt ein gutes Stück beitragen. Zwar gehört das Deckblatt zu den eher optionalen Unterlagen einer Bewerbung, kann aber entscheidend dabei helfen, mit einer Bewerbung erfolgreich zu sein.

Deckblatt bei Google Bilder-Suche

Bewerbung mit oder ohne Deckblatt?

Viele Bewerber fragen sich, ob ein Deckblatt überhaupt benötigt wird, schließlich ist es nur eine optionale Beigabe und erhöht dazu noch den Umfang der Bewerbung. Wir haben Professor Dr. Riecke, einen Experten zum Thema Arbeitswirtschaft, gefragt, wie wichtig das Deckblatt bei einer Bewerbung ist, hier seine Antwort:

Das Wichtigste bei einer Bewerbung ist eine perfekte und überzeugende Präsentation der eigenen Person. Das Deckblatt kann bestens dafür genutzt werden, um den sehr wichtigen ersten guten Eindruck zu machen und damit die gesamte Bewerbung attraktiver zu machen.

Das Deckblatt sorgt also für den sehr wichtigen ersten guten Eindruck und verbessert die Erfolgschancen der gesamten Bewerbung – vorausgesetzt, das Deckblatt macht eine gute Arbeit und erfüllt ihren Zweck.

Die Vorteile eines Deckblattes

Schauen wir uns einmal im Detail die Vorteile eines Deckblattes an:

Die Nachteile eines Deckblattes

Man sollte auch nicht die Nachteile des Deckblattes vernachlässigen, die jedoch nicht zu sehr ins Gewicht fallenden dürften:

Wie das Deckblatt aufgebaut sein sollte

Das Deckblatt sollte zumindest folgende Elemente enthalten:

  1. Überschrift / Titel
  2. Bewerbungsfoto
  3. Berufsbezeichnung der Wunschstelle
  4. Kontaktdaten (inkl. Telefon und E-Mail)
  5. Anlagen (optional)
Bewerbung Deckblatt Beispiel © audimax.de
Bewerbung Deckblatt Beispiel © audimax.de

1. Überschrift

Oben auf dem Deckblatt befindet sich die Überschrift, die sofort ins Auge fällt, wenn man die Bewerbung sieht. Hierbei sollte klar ersichtlich sein, worum es sich handelt. Meistens wird die Überschrift „Bewerbung“ verwendet.

2. Foto

Das Foto sollte etwas größer sein als auf dem Lebenslauf, am besten hochauflösend, und die Farben sollten mit dem restlichen Design des Deckblatts übereinstimmen. Die Farbharmonie spielt beim Deckblatt eine sehr wichtige Rolle, hierbei sollte man wissen, was man tut.

3. Position / Berufsbezeichnung

Beschreiben Sie die Position bzw. die Berufsbezeichnung, an die sich die Bewerbung richtet.

4. Kontaktdaten

Das Deckblatt sollte vollständige Kontaktdaten des Bewerbers enthalten. Es muss die Wohnadresse, eine Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse und optional eine Handynummer aufgeführt sein.

5. Anlagen

Optional kann man die Anlagen auflisten, die der Bewerbung beigefügt wurden. So weiß der Personaler auf den ersten Blick, was in der Bewerbungsmappe enthalten ist.

5 besten Tipps rund um das Deckblatt

Beim Deckblatt kann man viele Fehler machen. Einige sind offensichtlich, andere sind formaler Natur oder entsteht wegen Unachtsamkeit. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, ein qualitativ gutes Deckblatt zu erstellen.

1. Sich an guten Deckblatt-Beispielen orientieren

Auch kreative Menschen lassen sich gerne inspirieren. Finden Sie im Internet einige gute Beispiele für kreative Deckblätter und überlegen Sie, wie Sie ein noch besseres Resultat erreichen können, das individuell auf Ihre Bewerbung zugeschnitten ist.

2. Auf die Farbharmonie achten

Viele Menschen haben keinen guten Geschmack für miteinander harmonierende Farben oder können einfach nicht gut einschätzen, wie gut mehrere Farben miteinander harmonieren. Es gibt im Internet sehr gute Informationen zur Farbharmonie, es lohnt sich definitiv, sich einige Minuten Zeit zu nehmen und sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

3. Eine seriöse E-Mail-Adresse verwenden

Es ist fast schon zum Fremdschämen, mit welchen E-Mail-Adressen sich manche Bewerber bei teilweise großen und seriösen Unternehmen bewerben:

Verwenden Sie stattdessen eine seriöse E-Mail-Adresse mit einer Vorname-Nachname-Kombination, zum Beispiel: max.mustermann@domain.de. Damit werden Sie sicherlich seriöser auftreten als viele andere Bewerber.

4. Die Qualität nach dem Ausdrucken prüfen

Sobald Sie das Deckblatt fertig haben, sollten Sie es zur Probe ausdrucken und schauen, ob alle Farben richtig ausgedruckt wurden und ob die Qualität des Ausdrucks stimmt. Optional kann man das Deckblatt in einem Fotogeschäft professionell ausdrucken lassen, was in jedem Fall dem „Heimdruck“ vorzuziehen ist.

5. Korrekte Informationen und Rechtschreibfehler

Das Deckblatt bekommt viel Aufmerksamkeit, daher sollte dieses absolut fehlerfrei sein und korrekte Informationen zum Bewerber enthalten. Bereits ein einziger Rechtschreibfehler könnte einen bitteren Ersteindruck hinterlassen und die Bewerbung reif für den Papierkorb machen.

Fazit

Das Deckblatt kann einer Bewerbung in der Regel nicht schaden, jedoch dieser einen enormen Vorteil in Sachen Individualität, Überzeugung und Professionalität geben. Schafft man es, ein rundum perfektes Deckblatt zu kreieren, wird es der Bewerbung in jedem Fall zu mehr Erfolg verhelfen.

Schaut man sich die Vor- und Nachteile des Deckblattes an, so wird sofort deutlich, dass man keinesfalls auf ein Deckblatt bei seiner Bewerbung verzichten sollte. Eine Bewerbung mit Deckblatt hat Vorteile gegenüber einer Bewerbung ohne Deckblatt und das kann nicht selten das entscheidende Kriterium sein, um seine Konkurrenz zu überholen.

Wenn Sie sich nicht zutrauen, ein professionelles Deckblatt selber zu erstellen, finden Sie im Internet viele Designer, die sich genau auf dieses Themengebiet spezialisiert haben. Notfalls können Sie selber Hand anlegen und einfach ein „schlichtes“ Deckblatt in der Farbkombination Schwarz, Weiß und Grau erstellen, das wird bereits seinen Zweck erfüllen.

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Über Vitali Lutz

Vitali Lutz ist Gründer einiger Internet-Startups und beschäftigt sich regelmäßig mit Bewerbungen. Auf dieser Website geht er auf die häufigsten Fehler bei Bewerbungen ein und gibt Tipps, wie man eine rundum bessere Bewerbung schreiben kann.

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