Deckblatt – Vorteile, Aufbau und Tipps

Bei der Bewerbung gilt, sich überzeugend zu präsentieren, dazu kann ein perfektes Deckblatt ein gutes Stück beitragen. Zwar gehört das Deckblatt zu den eher optionalen Unterlagen einer Bewerbung, kann aber entscheidend dabei helfen, mit einer Bewerbung erfolgreich zu sein.

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Bewerbung mit oder ohne Deckblatt?

Viele Bewerber fragen sich, ob ein Deckblatt überhaupt benötigt wird, schließlich ist es nur eine optionale Beigabe und erhöht dazu noch den Umfang der Bewerbung. Wir haben Professor Dr. Riecke, einen Experten zum Thema Arbeitswirtschaft, gefragt, wie wichtig das Deckblatt bei einer Bewerbung ist, hier seine Antwort:

Das Wichtigste bei einer Bewerbung ist eine perfekte und überzeugende Präsentation der eigenen Person. Das Deckblatt kann bestens dafür genutzt werden, um den sehr wichtigen ersten guten Eindruck zu machen und damit die gesamte Bewerbung attraktiver zu machen. — Professor Dr. Riecke

Das Deckblatt sorgt also für den sehr wichtigen ersten guten Eindruck und verbessert die Erfolgschancen der gesamten Bewerbung – vorausgesetzt, das Deckblatt macht eine gute Arbeit und erfüllt ihren Zweck.

Die Vorteile eines Deckblattes

Schauen wir uns einmal im Detail die Vorteile eines Deckblattes an:

  • Man kann seine Kreativität mittels der Farbwahl, grafischer Elemente und deren Anordnung unter Beweis stellen. Immer mehr Arbeitgeber achten bei der Personalwahl auf ausreichende Portion Kreativität.
  • Durch das Deckblatt kann man den ersten Eindruck beeinflussen und damit die gesamte Bewerbung überzeugender und wirkungsvoller machen.
  • Das Deckblatt hilft, sich von der Masse abzuheben und den Wiedererkennungswert der Bewerbung dramatisch zu erhöhen.
  • Der Personaler bekommt die wichtigsten Details zum Bewerber übersichtlich auf einem einzigen Blatt präsentiert und kann zugleich das Foto des Bewerbers in einer etwas größeren Ausführung betrachten.
  • Das Deckblatt macht die Bewerbung „vollständiger“ und zeigt, dass der Bewerber hohen Wert auf Sorgfalt und Komplettheit legt.

Die Nachteile eines Deckblattes

Man sollte auch nicht die Nachteile des Deckblattes vernachlässigen, die jedoch nicht zu sehr ins Gewicht fallenden dürften:

  • Sollte man sich online per E-Mail bewerben, erhöht das Deckblatt die Dateigröße teilweise deutlich, vor allem, wenn das Foto hochauflösend ist.
  • Durch das Deckblatt erhöht sich die Anzahl der Unterlagen der Bewerbungsmappe, was die Bewerbung umfangreicher macht und damit auch die Übersichtlichkeit negativ beeinflussen kann.
  • Sollte das Deckblatt schlecht gemacht sein, wird es der Bewerbung mehr schaden als Gutes für sie tun, daher sollte man darauf achten, dass man professionell und nach bewährten Vorlagen arbeitet.

Wie das Deckblatt aufgebaut sein sollte

Das Deckblatt sollte zumindest folgende Elemente enthalten:

  1. Überschrift / Titel
  2. Bewerbungsfoto
  3. Berufsbezeichnung der Wunschstelle
  4. Kontaktdaten (inkl. Telefon und E-Mail)
  5. Anlagen (optional)
Bewerbung Deckblatt Beispiel
© audimax.de

1. Überschrift

Oben auf dem Deckblatt befindet sich die Überschrift, die sofort ins Auge fällt, wenn man die Bewerbung sieht. Hierbei sollte klar ersichtlich sein, worum es sich handelt. Meistens wird die Überschrift „Bewerbung“ verwendet.

2. Foto

Das Foto sollte etwas größer sein als auf dem Lebenslauf, am besten hochauflösend, und die Farben sollten mit dem restlichen Design des Deckblatts übereinstimmen. Die Farbharmonie spielt beim Deckblatt eine sehr wichtige Rolle, hierbei sollte man wissen, was man tut.

3. Position / Berufsbezeichnung

Beschreiben Sie die Position bzw. die Berufsbezeichnung, an die sich die Bewerbung richtet.

4. Kontaktdaten

Das Deckblatt sollte vollständige Kontaktdaten des Bewerbers enthalten. Es muss die Wohnadresse, eine Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse und optional eine Handynummer aufgeführt sein.

5. Anlagen

Optional kann man die Anlagen auflisten, die der Bewerbung beigefügt wurden. So weiß der Personaler auf den ersten Blick, was in der Bewerbungsmappe enthalten ist.

5 besten Tipps rund um das Deckblatt

Beim Deckblatt kann man viele Fehler machen. Einige sind offensichtlich, andere sind formaler Natur oder entsteht wegen Unachtsamkeit. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, ein qualitativ gutes Deckblatt zu erstellen.

1. Sich an guten Deckblatt-Beispielen orientieren

Auch kreative Menschen lassen sich gerne inspirieren. Finden Sie im Internet einige gute Beispiele für kreative Deckblätter und überlegen Sie, wie Sie ein noch besseres Resultat erreichen können, das individuell auf Ihre Bewerbung zugeschnitten ist.

2. Auf die Farbharmonie achten

Viele Menschen haben keinen guten Geschmack für miteinander harmonierende Farben oder können einfach nicht gut einschätzen, wie gut mehrere Farben miteinander harmonieren. Es gibt im Internet sehr gute Informationen zur Farbharmonie, es lohnt sich definitiv, sich einige Minuten Zeit zu nehmen und sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

3. Eine seriöse E-Mail-Adresse verwenden

Es ist fast schon zum Fremdschämen, mit welchen E-Mail-Adressen sich manche Bewerber bei teilweise großen und seriösen Unternehmen bewerben:

  • schnukiputzi784@domain.de
  • baerchen76@domain.de
  • susimaus117@domain.de

Verwenden Sie stattdessen eine seriöse E-Mail-Adresse mit einer Vorname-Nachname-Kombination, zum Beispiel: max.mustermann@domain.de. Damit werden Sie sicherlich seriöser auftreten als viele andere Bewerber.

4. Die Qualität nach dem Ausdrucken prüfen

Sobald Sie das Deckblatt fertig haben, sollten Sie es zur Probe ausdrucken und schauen, ob alle Farben richtig ausgedruckt wurden und ob die Qualität des Ausdrucks stimmt. Optional kann man das Deckblatt in einem Fotogeschäft professionell ausdrucken lassen, was in jedem Fall dem „Heimdruck“ vorzuziehen ist.

5. Korrekte Informationen und Rechtschreibfehler

Das Deckblatt bekommt viel Aufmerksamkeit, daher sollte dieses absolut fehlerfrei sein und korrekte Informationen zum Bewerber enthalten. Bereits ein einziger Rechtschreibfehler könnte einen bitteren Ersteindruck hinterlassen und die Bewerbung reif für den Papierkorb machen.

Fazit

Das Deckblatt kann einer Bewerbung in der Regel nicht schaden, jedoch dieser einen enormen Vorteil in Sachen Individualität, Überzeugung und Professionalität geben. Schafft man es, ein rundum perfektes Deckblatt zu kreieren, wird es der Bewerbung in jedem Fall zu mehr Erfolg verhelfen.

Schaut man sich die Vor- und Nachteile des Deckblattes an, so wird sofort deutlich, dass man keinesfalls auf ein Deckblatt bei seiner Bewerbung verzichten sollte. Eine Bewerbung mit Deckblatt hat Vorteile gegenüber einer Bewerbung ohne Deckblatt und das kann nicht selten das entscheidende Kriterium sein, um seine Konkurrenz zu überholen.

Wenn Sie sich nicht zutrauen, ein professionelles Deckblatt selber zu erstellen, finden Sie im Internet viele Designer, die sich genau auf dieses Themengebiet spezialisiert haben. Notfalls können Sie selber Hand anlegen und einfach ein „schlichtes“ Deckblatt in der Farbkombination Schwarz, Weiß und Grau erstellen, das wird bereits seinen Zweck erfüllen.

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